Mittwoch, 23. März 2016
Chaos, Hausstaub, Allergien und Minimalismus
Guten Tag die Damen und Herren,
Tja... wo fange ich an. Einfach mal schreiben :)

Ich habe diesen Blog erstellt, ursprünglich irgendwann mal als Reaktion auf den Anschlag auf Paris, meine eigene Unzufriedenheit nicht zu wissen und zu verstehen, was in der Welt abgeht - und deswegen meinen Facebook-Account gelöscht. Dort sind mir zu viele Dinge passiert, es hat mich zu sehr abgelenkt... ich recherchiere mittlerweile lieber alles online, ohne dumme Kommentare lesen zu müssen. Nachdem ich das gemacht habe, ging es mir erstmal besser.

Der Blog heißt auch weiterhin "Keine Ahnung 2.0" - Meine Reise durch "Keine-Ahnung-Land" und nun werde ich endlich anfangen mich mit den Dingen zu beschäftigen, von denen ich erstmal keine Ahnung hatte, sie mir dann angeeignet habe, und wie ich lerne damit umzugehen. Nicht alles ist gut, nicht alles ist schlecht - ich will hier einfach demnächst meinen Weg mit euch teilen, den ich gehen werde, während ich mein Leben entrümpele - oder eher meine Wohnung ;)

Und das erste Thema ist Minimalismus und mein Weg, der heute mit einer Challenge, oder eine Game, diesbezüglich startet.

Und zwar entwickelte sich das so:

Ich habe in letzter sehr häufig krank im Bett gelegen, keine Luft bekommen, mich von Allergiereaktion zu Allergiereaktion gehangelt... und warum? Um festgestellt zu bekommen, dass ich eine sehr ausgeprägte Hausstauballergie habe.

Yäy... nicht!

Besonders nicht für mich!
Ich bin ein ausgewachsener Chaot, wie er im Buche steht!
Ich kenne noch schlimmere Leute als mich, definitiv, aber es passiert sehr häufig, dass ich auch mal 2 oder 3 Wochen nicht aufräume - vom Putzen ganz zu schweigen. Das ist nichts, womit man sich rühmen kann, das weiß ich #-.-
Deswegen hatte ich, besonders in der letzten Zeit, eher weniger Gäste zu mir eingeladen, als ich es eigentlich gerne tue -> Es war also etwas ausgeartet.
Vielleicht auch deswegen diese krasse Allergieentwicklung? Ich weiß es nicht.
Nunja... nachdem ich hier Zuhause keine Luft mehr bekam, nicht mehr schlafen konnte und WUSSTE, dass ich eine Hausstauballergie habe, habe ich erstmal das Schlafzimmer entkernt (mehr oder weniger), also alles raus getan, was dort nicht hingehört (das ist noch nicht komplett fertig, ich gebe es zu) und mal die Mammuts unter meinem Bett entfernt, alle Leisten abgewischt, Teppich raus usw.
Damit war ich abends 3 Stunden beschäftigt.

Am nächsten Tag ging es 5 Stunden mit der Wohnzimmer-Arbeits-/Sportecke weiter, am Tag darauf mit der Wohnzimmer-Fernsehecke.
Insgesamt habe ich wahrscheinlich 18 Std gewuselt, um überall mal geputzt zu haben (es geht hauptsächlich um den Boden und Dinge die dort herumlagen) - sowas wie Bücherregal kommt noch...
UND zu meiner Verteidigung: Ich bin kein schneller Aufräumer!
Das, was andere in wahrscheinlich 3 Stunden schaffen, dafür brauche ich mindestens 6, wenn nicht sogar mehr. Ich arbeite nicht effektiv, verzettel mich, gucke zwischendurch auf das Handy, suche dann Musik, mache dann hier und da... Das geht alles nicht so schnell.
Dementsprechend LANGE habe ich gebraucht um etwas aufzuräumen und zu säubern, wofür mein Freund wahrscheinlich nur einen kompletten Tag benötigt hätte.
Aber egal. Nun ist es fertig :D

Nunja, soviel dazu. Ich habe also aufgeräumt. Jetzt sieht es hier auch ganz schön aus, ich habe wirklich eine schöne Wohnung. Das ist mir vorher nie so richtig aufgefallen ^.^
Allerdings habe ich so viel Zeug!
Und dieses Zeug verstaubt, und gegen Staub habe ich jetzt eine Allergie (ich vermute, dass das schon länger der Fall ist, aber der asthmaartige Reizhusten ist neu)
Zufälligerweise fand ich gleichzeitig zu dem Zeitpunkt auf YouTube Videos zum Thema Minimalismus.

Minimalismus also... was ist Minimalismus?
Minimalismus ist Auslegungssache - definitiv!
Aber was genau bedeutet es?
Eigentlich geht es darum, dass man nur noch die Sachen in der Wohnung hat, die man auch wirklich benutzt und dass man nur so viele Sachen hat, dass es einem gut geht.

Heute leben wir ja im Überfluss von allem. Ich kann überall Angebote von X, Y und Z bekommen, mir wird überall vermittelt, dass "je günstiger, je besser" und "das musst du haben", und so weiter und so weiter....
Aber nein, das muss man nicht - das habe ich zumindest für mich beschlossen.

Deswegen - um zu des Esel's Kern zu kommen - habe ich beschlossen an einer Minimalismus-Challenge teilzunehmen und das Ganze auf meinem Blog und Instagram zu teilen.
Das gibt mir selbst ein bisschen Druck und vielleicht kann der eine oder andere etwas aus meinen Erfahrungen ziehen. Einfach mal schauen :)
https://www.instagram.com/shaazurii/

Wie läuft die Challenge ab?
Die Challenge dauert 30 Tage und jeden Tag wird etwas aussortiert / weggeworfen.
An Tag 1 soll es eine Sache sein, an Tag 2 schon 2, an Tag 3 entsorgt man 3 Sachen, usw. usw.
So, dass man an Tag 30 bei 30 Dingen rauskommt, die man entsorgt.
Insgesamt entsorgt man in der Zeit 465 Dinge.

Das klingt sehr viel. Ich glaube aber für mich wird es erstmal nur ein Start sein in den Minimalismus.

Und: Ich werde natürlich nicht alles wegwerfen! - außer natürlich Dinge, die kaputt sind. Ich werde erstmal die Dinge in einem Karton sammeln, die ich abgeben möchte - es wird wahrscheinlich eine Art Wohnungsflohmarkt geben, ich werde die Ebay Kleinanzeigen füttern, evtl Freunden schicken / schenken, bei denen ich weiß, dass es ihnen gefallen wird / sie es gebrauchen können.

So der Plan.
Heute starte ich mit Tag 1, habe bereits eine Sache rausgesucht, die in der Kiste landet für zu verschenken / verkaufen.
Morgen geht es weiter.

Ich wünsche euch einen tollen Tag!
Liebe Grüße
Die Schly

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